„The Rattlesnake“ fährt nach Finnland

„The Rattlesnake“ fährt nach Finnland

26. Juni 2022 Rally-Tagebuch 0

8. Etappe von Stabbursdalen nach „irgendwo in Lappland“

26. Juni 2022

Um das Rätsel des heutigen Titels gleich mal aufzulösen: Seit Beginn der Fahrt begleitete uns ein alle paar Minuten wiederkehrendes Geräusch aus dem Motorraum. Es klingt ein bißchen, als würde jemand mit einer Eisenkette rasseln oder aber nach einer Klapperschlange (Rattlesnake). Am Anfang waren wir noch leicht nervös, jetzt ist es beruhigend, die Rattlesnake zu hören. Uwe und Frank haben das Geräusch der Klimaanlage zugeordnet. Keiner weiß es genau…

Warum wir ohne Frühstück, aber immerhin mit einem Kaffee im Magen aufgebrochen sind, weiß ich nicht mehr. Der Campingplatz hat mir gefallen: Hier trafen sich E-Porsche, Tesla und Radfahrer. Einer der letzteren war von Berlin bis zum Nordkap gefahren. Wahnsinn.
Außerdem lag der Campingplatz an einem der vielen wilden Flüsse. Hier gibt es Lachse und deshalb kommen Manche hierher zum Fliegenfischen. Wir aber wollten weiter.

Schnell war die finnische Grenze erreicht. Wir stellten fest, dass wir in Norwegen nicht unseren schwedischen Einkaufswagenchip getauscht hatten. Zu spät.
Nun ging es vorrangig geradeaus durch hügelige Wälder, vorbei an Seen, unter anderem auch an Finnlands drittgrößtem See, dem Inarijärvi.
Die zu absolvierende Distanz war relativ kurz, wir fuhren daher etwas weiter. Zum Mittag hatten wir Rentier – Uwe hat es nicht gut vertragen…

Hier in Lappland war eine Menge Nichts, es gab kaum Siedlungen, das Mobilfunknetz war auch nicht so toll. Ab und an trotteten ein paar Rentiere durchs Bild. Was sich geändert hatte, war, dass es nun Mücken gab – in Schweden und Norwegen hatten wir kein Problem mit den Biestern. Jetzt hieß es also: Einsprühen.

Letztlich strandeten wir irgendwo an der Strecke und mieteten uns einen Platz mit Dach über dem Kopf, Bett und Klo. Es war sommerlich warm, die Sonne schien ja lang. Während Uwe sich und seinen Magen noch schonen musste, tranken Frank und ich ein Bier auf der Terrasse und der Besitzer der Anlage reichte uns ein Stück frisch geräucherten Lachs. Einfach so.

Wir machten uns an die Planung der nächsten Tage. Wir wollten uns gern ein paar Stunden Helsinki anschauen, die „schöne Tochter der Ostsee“, also würden wir die nächsten 2 Tage wieder Kilometer machen müssen. Wir waren nicht traurig – Lappland schien uns nicht so lohnenswert. Zugegebenermassen aus unserer begrenzten Auto-Perspektive. Wir buchten eine Unterkunft in Helsinki und auch schon die Fähre nach Tallin. Wir waren stolz auf uns.

Es wurde spät, wir mussten ins Bett. Der Wecker sollte um 7 klingeln.

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