Nicht so unser Tag.

Nicht so unser Tag.

24. Juni 2022 Rally-Tagebuch 2

6. Etappe von den Lofoten Richtung Nordkap zum Storfjord.

24. Juni 2022

Wir hatten gut geschlafen. Noch besser: Es schien die Sonne, der Wind hatte leicht nachgelassen. Es versprach, ein guter Tag zu werden. Dazu später mehr.

Frank hatte Geburtstag. Wie sich das unter Brüdern und Cousins so gehörte, gab es natürlich kein Geschenk, dafür aber den Wunsch, dass der Jubilar den Tag finanziell für alle bestreiten sollte. Wie sich später zeigen wird, hatte Frank Glück, dass wir es damit nicht ernst meinten.

Nach einem leckeren Frühstücksbuffet, welches u.a. Walschinken beinhaltete (ja, ein sensibles Thema, ich weiß), ging es weiter nach Nordosten Richtung Nordkap. Wir genossen noch einmal die atemberaubende, schöne, raue Landschaft der Lofoten und machten hier und da noch ein Foto bzw. Filmchen.

Die Fahrt endete jäh, als wir Bekanntschaft mit der norwegischen Polizei machten. Ja, der Polizist war echt nett und ja, sein Kumpel hatte die heißen Hot Rods in seiner Auffahrt stehen, aber 230 € für 9 km/h zu viel tun schon weh. Aber das muss wohl beabsichtigt sein. Man weiß es nicht.

Keine 200 km weiter, wir machten gerade wieder Bilder von der aufregenden Landschaft mit unserer Drohne, wollte sich die Bereifung der hinteren Achse in ihre Bestandteile auflösen. Man muss sagen, das Problem der sich beidseitig an den Innen- und Außenkanten abnutzenden Reifen war uns bekannt und wurde aggressiv beobachtet. Nun aber konnte man sich an der Karkasse die Hände schneiden.

Also wenigstens ein Rad gewechselt und in der nächsten Ortschaft hatten wir schon Glück. Es war Freitag 15:00 Uhr, das Wochenende war bedrohlich nahe, aber der freundliche Reifenhändler zog uns zwei neue Pneus auf die Felgen. Er vermutete, dass Beladung, Reifen und Luftdruck in einer ungünstigen Konstellation gestanden hätten. Wir werden das beobachten.

Gegen 19:30 Uhr nahmen wir uns eine kleine Hütte im Ferienlagerstyle in der Ortschaft Skibotn am Storfjord. Die Norweger sind einfach reich beschenkt mit grandioser Landschaft, Bergen, Wasser. So einfach die Hütte auch war, keine 20 Meter vom Wasser mit diesem Blick – unbezahlbar.

Natürlich war zur Feier des Tages ein Restaurantbesuch Pflicht. Wir nahmen von den beiden das beste am Platz! Das Restaurant war leer bis auf einen Gast. Er war offenbar auch kein Ortsansässiger und nur auf der Durchreise. Aber weil es ihm so gut gefiel, blieb er gleich ein paar Tage länger im Hotel, welches zum Restaurant gehörte, erzählte er uns ausschweifend. Er hatte den Gastgebern schon verschiedene Verbesserungsvorschläge gemacht und später sahen wir, wie er in die Küche „zum Helfen“ ging. Wir glauben, er hat Hotel und Restaurant mittlerweile übernommen. Die Besitzer sind verschwunden. (Scherz!)

Das Essen war lecker, wenn auch nicht üppig. Der überaus entspannt wirkende (Noch)Besitzer und Koch servierte zunächst getrocknetes Rentierfleisch als Appetizer. Dann gab es Wildlachs mit Möhren und Kartoffeln. Dazu eine Creme…irgendwie mit Preiselbeeren. Alles hat wirklich gut geschmeckt, auch das Dessert – eine Art Frischkäse.

Zurück im Camp setzten wir uns vor unsere Hütte mit Blick auf Fjord und Berge und nippten an unseren Drinks. Es dauerte nicht lang, da gaben Uwe und ich auf und krochen in unsere Doppelstockbetten.

2 Antworten

  1. Marita Schötz sagt:

    Hallo Frank, alles Gute zum Geburtstag und weiterhin gute Fahrt mit unvergesslichen Erlebnissen!
    Ihr seid ein tolles Team!
    LG Marita und Eberhard

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