Lofoten für Weichpittis.

Lofoten für Weichpittis.

23. Juni 2022 Rally-Tagebuch 2

5. Etappe von Bognes auf die Lofoten

23. Juni 2022

Der nächste Morgen war Routine: Frühstück, die Unterkunft von den Spuren unseres Besuches befreien und Auto packen. Wir lernten noch kurz die Vermieterin dieses kleinen Juwels kennen. Das Grundstück gehörte schon ihren Großeltern, deren Haus stand auch noch. Offenbar war sie hier aufgewachsen. Sie zeigte uns, wo wir den Müll entsorgen konnten. Das dort liegende Elchfell hatte sie gerade bearbeitet. Sie war zierlich und nicht mehr die Jüngste, aber ich bin mir sicher, sie hätte uns das Jagen beigebracht.

Rally-Teilnehmer trifft man fast überall und kommt schnell ins Gespräch. Beim Warten auf die Fähre lernten wir ein holländisches Pärchen mit einem über 30 Jahre alten Suzuki Samurai kennen. Er hatte alles selbst gemacht an diesem Auto, z.B. den Motor eines Suzuki Swift eingebaut. Dinge gibt´s. Auf jeden Fall ein cooles Auto.

Die Überfahrt zu den Lofoten nach Lødingen dauerte knapp eine Stunde. Es war sehr windig und der Seegang war deutlich zu spüren auf dem Schiff. Wir freuten uns auf die bevorstehende zweistündige Fahrt zur Partylocation auf der Insel Gimsøy, in Bezug auf die Party selbst waren wir aber unschlüssig, da das Wetter sehr unbeständig war. Wir hatten vor allem starken Wind und es war mit 9 Grad nicht gerade warm. Ok, ich weiß, wir waren nicht auf Malle sondern ja praktisch am Nordpol.

Manchmal kommt man an besondere Orte nur, wenn man eingetretene Pfade verlässt. So wie wir. Auch wenn das ein Versehen war. Wir hatten uns verfahren. Endlich mal off road! Jedenfalls fuhren wir an ein paar alten Bunkeranlagen vorbei und schließlich wurde der Blick frei auf den Vestfjord und eine große Kanone, die sicherlich zu Zeiten des 2. Weltkrieges dort stationiert wurde.

Hier konnten wir gleich wieder eine Roadbook-Aufgabe erfüllen. Das Auto sollte etwas sehr Schweres ziehen. Die Kanone bewegte sich zwar nicht, aber das Beweisfoto war im Kasten.

Der nächste, allerdings geplante Abstecher führte uns nach Henningsvær. Kurz vor dem Ort sahen wir, wie der Skrei an großen Holzkonstruktionen zum Trocknen aufgehängt wurde. Wir haben nicht probiert und fragten uns, warum die Seevögel eigentlich die Finger davon lassen?

In Henningsvær befindet sich das bekannte „Fussballstadion“ der Lofoten. Wahrscheinlich kennen die meisten die beeindruckenden Luftaufnahmen des Fußballfeldes. Wir auch, allerdings (Fußballfans müssen jetzt ganz stark sein) wusste Team Ahnungslos nicht, WO GENAU auf den Lofoten dieser Platz ist und so spazierten wir vermutlich wenige Meter daran vorbei. Ich glaube aber, es war egal. Mittlerweile regnete es. Alles sah einfach nur noch trist aus und man ging besser irgendwo rein. Das taten wir. Es war 15:30 Uhr und damit eine perfekte Zeit zum Mittagessen. Ich hatte die teuerste Fischsuppe meines Lebens, aber lecker war sie.

Die Entscheidung war innerlich bereits gefallen und musste im Team nur noch kurz besprochen werden: Wir lassen die Party ausfallen und buchen uns mal wieder an einem netten Plätzchen ne Hütte. Dank der hervorragenden Netzabdeckung außerhalb Deutschlands war innerhalb weniger Augenblicke eine Buchung gemacht – wohlgemerkt auf den zu dieser Jahreszeit ausgebuchten Lofoten!

Team Luxus hatte die richtige Entscheidung getroffen: Eine kleine Hotelanlage mit roten Reihenhäuschen direkt am Wasser. Sauna und Frühstück inklusive. Preis überschaubar.

Das sich unmittelbar nach dem Check-in anschließende, ausgiebige Saunieren war eine Wohltat, das Eintauchen ins Fjordwasser war…definitiv auch eine Erfahrung. Eine sehr kalte. Nur für die harten Jungs und Mädels.

Wir beglückwünschten uns noch mehrfach zu unserer Entscheidung und nach 2-3 Gin Tonic ging es ins Bett.

2 Antworten

  1. Gitta sagt:

    Hallo Ihr Drei,
    Ellen hat mir gerade Euren Link geschickt👌👌👌, wurde auch Zeit, denn wir wollten Euch von Leipzig aus folgen😉 langsam werde ich Jürgen die nächste Rentnertour schmackhaft machen🤪bis dahin Euch gute Fahrt, werdet erfolgreiche Bummelletzte, trefft dafür alle Fischköppe der Ostsee und genießt die Natur.Immer eine Handbreit Luft vor und hinter der Stoßstange, LG von Gitta und Jürgen

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