Helsinki. Love it.

Helsinki. Love it.

29. Juni 2022 Rally-Tagebuch 2

10. und 11. Etappe weiter durch Finnland bis nach Helsinki

28. und 29. Juni 2022

Wir hatten noch einen entspannten Morgen auf diesem wunderbaren Fleckchen Finnlands. Ich konnte noch einmal im See schwimmen und Uwe kochte perfekte Frühstückseier. Kurz vor 12 Uhr verließen wir den Campingplatz in Richtung Süden.

Wir wollten an diesem Tag Helsinki recht nah kommen, also Bleifuß (heißt, max 100 km/h). Viel mehr gibt es über diesen Tag eigentlich auch nicht zu berichten, außer, dass wir tatsächlich die Zelte aufschlugen. Auf einem Campingplatz, den man in die Kategorie „für eine Nacht ok“ einordnen würde. Es gab einen Badeteich und so folgte ich meiner genetischen Programmierung und Frank und Uwe folgten ihrer und gingen nicht baden. Retrospektiv betrachtet war das die richtige Entscheidung. Es handelte sich um einen schlammigen Tümpel. Zumindest gab es ein Restaurant mit Bier vom Fass und Burger. Halb zehn wurden die Stühle um uns herum hochgestellt. Ein Zeichen?

Wir hatten alle drei keine so gute Nacht. Es war sehr warm, die Nebenstrasse, die etwa 30 Meter von unseren Zelten entfernt war, wurde offenbar gern und besonders geräuschvoll befahren.

Gegen 5 Uhr wurde ich wach und erwischte eine Elster, wie sie sich mit unserer Schokolade davon machte. Da wusste ich noch nicht, dass ich später auch meine Sonnenbrille vermissen würde. Wir waren offenbar nicht erwünscht – die Natur griff uns an.

Wir starteten früh und ohne Frühstück. Etwa anderthalb Stunden später erreichten wir Helsinki, die „weiße Stadt des Nordens“. Da wir nur begrenzt Zeit hatten, entschieden wir uns für eine Hop-On-Hop-Off Bustour, um einen kurzen Überblick zu bekommen. Das Wetter war super, die Stadt zeigte sich von Ihrer schönen Seite.

Dann griff die Natur zum zweiten Mal an. Dieses Mal in Form einer abartig dreisten Möwe, die Uwe bzw. sein Mittagessen attakierte. Welches übrigens sehr lecker war und von 3 hübschen Finninnen zubereitet wurde.

Die Erfüllung einer Roadbook-Aufgabe stand an. Wir mussten ein hübsches Kerlchen mit dem Namen „Bad bad boy“ finden und das, was er von sich gab, in einem Behältnis auffangen. Niemand hatte Uwe gesagt, dass er seinen Kopf drunter halten sollte.

Frank hatte uns per Airbnb ein Appartment reserviert. Es befand sich in einem modernen Hochhaus im 21. Stockwerk. Wir trafen uns zur Schlüsselübergabe in einem Café mit den Vermietern. Es entwickelte sich ein angeregtes Gespräch zwischen einer Finnin, zwei Israelis und drei Rallypiloten. Wir erzählten von unserer Rally, sie erzählten von ihrem Startup – es hatte was mit Desinfektion durch bestimmte UVB-Strahlen zu tun. Viren und so. Sie waren interessiert an hochwertigem, technischem Glas – Uwe hat welches. Sie suchten Kooperationspartner für die praktische Anwendung – ich werde eine mail bekommen… B2B, win win quasi irgendwie… Wir warten es ab.

Jedenfalls war es irgendwie nett und nach einigen Tipps für die Abendgestaltung übernahmen wir das Appartement, welches einen gewissen, ich nenne es mal WOW- Effekt (are you f****** kidding me?!) hatte. Passend zum Appartement gab es noch eine Dachterasse in Etage 30, die sich perfekt eignete, um gechillt eine Büchse Karhu zu leeren. Nun, der Spass war auch nicht ganz umsonst.

Es wurde Abend und wir schnappten uns 3 E-Roller und cruisten die Uferstrassen entlang. Kleiner Stopp für den ersten Drink (2 x Mojito, 1 x Not so skinny b****) und weiter ging´s zur nächsten hippen location, einer Art Holztempel. Dort trafen sich an einem Mittwoch Abend offenbar alle, die weder Kinder ins Bett bringen mussten, noch am nächsten Tag irgendetwas lästiges, wie Arbeiten vorhatten. Und dieses Schicksal teilten offenbar sehr viele Menschen. Zufällig auch wir. Also blieben wir und schauten uns schicke Finninnen an. (Und Finnen.) Manche nahmen ein Bad in der Ostsee, Andere gingen in die Sauna (in einem Restaurant wohlgemerkt). Ein DJ legte auf, der Abend war mild, es ging nur ein laues Lüftchen. Perfekt. Es war halb zehn als „Catch of the day“ und „Surf and Turf“ serviert wurden. Im Taxi (wir hatten getrunken) ging es zurück und nach einem kurzen Besuch im 30. Stockwerk ins Bett. Helsinki macht Lust auf mehr.

2 Antworten

  1. Ellen sagt:

    Euer Blog hat Suchtpotential. Es ist wie ein schöner Urlaubsroman , der Lust auf mehr macht. Die Fotos tun ihr übriges. Ihr müsst noch eine zweite Runde drehen, das morgendliche Schmökern ist zum Ritual geworden.
    Weiterhin eine schöne Zeit.

  2. Ulli sagt:

    Ach herrlich. Dem kann ich mich nur anschließen! Weiter so 🙂

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