Der perfekte Ort.

Der perfekte Ort.

27. Juni 2022 Rally-Tagebuch 4

9. Etappe von Lappland nach Lappland Richtung Helsinki

27. Juni 2022

Der Wecker klingelte um 7 Uhr, wir brauchten aber noch ein bißchen. Uwe ging es besser. Nach einem stärkenden Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Süden.

Es gibt nicht viel zu erzählen über diese Etappe. Wir machten Kilometer, knapp über 600 an diesem Tag. Wir waren tatsächlich mal weit vorn im Feld der Rally.

Wald wechselte sich ab mit…Wald. Dann kam noch mehr Wald. Dann ein See. Und dann wiederholte sich das Ganze.

Abgesehen von ein paar Tankstopps fuhren wir und fuhren. Mittagessen in Form von Asia-Suppen gab es gegen halb 4. Wir fanden keinen geeigneten Parkplatz an der E75. Die Infrastruktur hier oben in Finnland ist deutlich schlechter als in Schweden oder Norwegen. Da die Campingstühle natürlich ganz hinten unten im Auto waren, mussten wir halt im Stehen essen.

Heute hatten wir uns ganz fest vorgenommen, zu campen. Außerdem wollten wir grillen. Also kurzer Stopp und ein wunderschönes Kilostück Entrecote landete im Einkaufswagen neben anderen Kleinigkeiten.

Die Sonne schien, es waren 30 Grad in Lappland. Ich wusste gar nicht, dass das geht. Die Stimmung war gut – wir waren weit vorrangekommen. Das Ziel war schnell festgelegt und ist ja immer ein bißchen Russisches Roulette, aber bisher hatten wir immer Glück mit unseren Unterkünften.

Aber heute fanden wir ihn – den perfekten Ort. Zumindest für heute und für uns.

Etwa 5 km abseits der E75 erreichten wir den wunderschön am See Pyhäjärvi gelegenen Campingplatz Marjoniemi , der, wie eigentlich immer, hauptsächlich aus Hütten verschiedener Größe und Ausstattung bestand, aber auch ein paar Stellplätzen für Wohnmobile und Zelte hatte. Es war wenig los. Im Haupthaus wurden wir freundlich begrüßt. Check-in und gleichzeitig ein frisch Gezapftes für 7,50 € – so fühlte sich das gut an.

Meinen Drang, sofort in den See zu rennen, musste ich noch zügeln, denn erst hieß es ja, Plätze für die Zelte klarzumachen. Ich weiß nicht genau, wie es geschah, aber aus Zelt wurde eine Hütte und nach Besichtigung derselben und verschiedener Argumente („Mücken“….“warm“…mimimi…) kam das Upgrade zur klimatisierten und mit Sauna ausgestatteten Hütte direkt am Seeufer.

Team „ÜberlebenInDerWildnis“ war sich treu geblieben. (Kannste keinem erzählen!)

Nachdem wir uns wieder überschwenglich zu der Entscheidung beglückwünscht und Gepäck von Hütte A zu Hütte B transferiert hatten, ging es endlich ins warme Wasser des Sees! Jaaaaaaaaaa.

Kurze Zeit später war das Lagerfeuer entfacht und wir benutzen dazu unseren blauen „Timber Block“ entsprechend der Roadbook-Aufgabe. Von mindestens erreichbaren 30 Punkten konnten wir zumindest 10,5 Punkte sichern, da wir einen Tag zu spät waren mit der Aufgabe.

Dani, die sich so langsam zum Supporting Member Of The Team entwickelte, da sie Rallyverlauf und Teamaufgaben aus der Ferne im Blick behielt, erinnerte uns an eine weitere Roadbook-Aufgabe: Skifahren am Strand. Danke und Check.

Frank zauberte uns schließlich ein perfektes Entrecote und so saßen wir am Ufer des Sees und speisten wie die Könige, während wir in die Abendsonne Finnlands schauten, die wieder nicht untergehen würde in dieser Nacht.

4 Antworten

  1. Katrin Krapf sagt:

    Es ist einfach so wunderschön, euch auf eurer Tour zu folgen. Genial in Wort und Bild!!!
    Haltet weiter tapfer durch, auch wenn das Camping zur Nebensache geworden ist.
    Ich freue mich auf die weiteren Berichte und Fotos und drücke euch die Daumen, dass ihr weiterhin so gut voran kommt und das euer Auto ein treuer Begleiter bleibt.
    LG Katrin

  2. Mandy sagt:

    Ich kann mich nur anschließen. Es ist so witzig den Block zu lesen und man fiebert richtig mit.

  3. Torsten sagt:

    Der Knaller ist euer Skifahren am Strand. Einfach herrlich…

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