Wie alles begann…

Wie alles begann…

15. Mai 2022 Rally-Tagebuch 0

…und was bisher geschah.
Es muss im Mai 2021 gewesen sein. Aus einer Bierlaune heraus beschlossen Uwe und ich die Teilnahme am Baltic Sea Circle 2022. Frank wurde per Telefon überrumpelt und konnte nicht mehr rechtzeitig Nein sagen. Ohne so richtig zu wissen, was auf uns zukommen würde, meldeten wir uns an. Dann passiert erst einmal eine Weile wenig. Schließlich hatten wir ja noch eeeeewig Zeit.
Irgendwann rafften wir uns auf und suchten nun nach einem passenden Wagen. Mindenstens 20 Jahre alt soll er sein, sagt das Reglement der Rally. Kann ja nicht so schwer sein, etwas passendes zu finden.

Möglichst groß soll der Wagen sein, mit starkem Motor. Technisch einwandfrei und natürlich günstig zu haben, am besten mit aktueller Hauptuntersuchung und Garantie vom Händler. Und direkt vor der Haustür sollte er stehen.

Wir Narren.


Exemplarisch erfolglos war der erste Versuch, einen Wagen zu kaufen – weitere sollten folgen.
Ein VW Transporter 4 Synchro wurde als vielversprechend auserkoren und von Uwe und Frank besichtigt. Fotos gingen direkt an unseren Gutachter des Vertrauens. Dieser stellte uns die Frage, ob das Fahrzeug dauerhaft im Sumpf steht und riet uns, das Gelände leise, möglichst unauffällig und ohne das Auto zu verlassen.


Besichtigung und Probefahrt eines äußerlich schicken Nissan Pathfinder 3.2 führten uns immerhin bis zur DEKRA. Dort durften wir, nachdem das Druckerpapier für den Mängelbericht verbraucht war, ausnahmsweise gaaanz langsam und vorsichtig auf direktem Weg zurück zum Händler fahren.

Die Suche ging also weiter.


Schließlich fanden wir ihn dann. Unseren Wagen. Und tatsächlich quasi vor der Haustür. Vor meiner zumindest (Ups). Uwe und Frank kamen schnell mal vorbei. Sind ja nur 600 Kilometer. Ein Mercedes Benz 230 TE, 30 Jahre alt, wollte den Besitzer wechseln. Es folgten 2 Stunden intensives Beschnüffeln und Anfassen, Videochat mit unserem Experten und Probefahrt. Der Händler wurde unruhig – wir wollten zur DEKRA. Dort banges Warten, was der Prüfer uns wohl gleich um die Ohren hauen würde: „Also, ich kann nichts finden. Wenn Sie den Wagen nicht kaufen, mache ich es.“ Das war quasi der Ritterschlag für unseren Benz.

Gekauft.


Der Wagen machte sich optisch ausgesprochen gut in meinem Carport. Probefahrten mit den Kids verliefen zur vollsten Zufriedenheit.
Dann aber kam der Tag des vorläufigen Abschieds. Frank und Uwe nahmen den Wagen mit nach Thüringen. Dort sollte er technisch noch einmal ausgiebig geprüft und die Soundanlage und das Licht mussten auf jeden Fall gepimpt werden. Wahrscheinlich war der Wagen doch besser bei den „Technikern“ Frank und Uwe aufgehoben. Ich kann höchstens ein Pflaster aufkleben.


Aber nicht nur der Kauf eines Autos beschäftigte uns. Zeitgleich organisierten wir unser Spendenprojekt und entschieden uns für die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt: Save the Children. Wir waren uns nicht sicher, ob wir Menschen finden würden, die unser Projekt unterstützen. Aber da hatten wir Familie, Freunde und Geschäftspartner wohl unterschätzt. Stand heute (noch vor Beginn der Rally!) gingen bereits über 1.300 € auf das Spendenkonto ein. Herzlichen Dank an dieser Stelle. Ihr seid fantastisch.

Übrigens…


Noch schwieriger würde sich die Suche nach Sponsoren gestalten. Dachten wir.
Tatsächlich aber vertrauen uns Geschäftspartner, Arbeitgeber und einfach großartige Unternehmen und unterstützen uns.

Von der Übernahme eines Teils der Kosten für Sprit und für die Rally-Beklebung, über Hilfe bei der technischen Ausstattung des Wagens, bis hin zu einer Dashcam, einer Drohne…

Wir sind begeistert!


Hey Uwe und Frank, wie ging es weiter?

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